UFC Fight Night: Fiziev vs. Torres Preview: Vollständige Kampfkarte
Rafael Fiziev kämpft am 27. Juni zu Hause. Die Nationale Gymnastikarena in Baku ist Gastgeber des zweiten UFC-Events in Aserbaidschan, und Fiziev — in Kasachstan geboren, aber für Aserbaidschan kämpfend — ist der Grund, warum diese Stadt zum Austragungsort geworden ist. Er weiß, was eine zweite aufeinanderfolgende Niederlage vor diesen Fans bedeuten würde, und die UFC auch.
Der Herausforderer gegenüber, Manuel Torres, kümmert das alles nicht. Torres hat 16 seiner 17 Siege in der ersten Runde geholt. Er hält derzeit die zweitkürzeste durchschnittliche Kampfzeit in der Geschichte des UFC-Leichtgewichts. Wenn Torres sauber trifft, spielt die Geographie keine Rolle mehr.
Vollständige Kampfkarte
| Kampf | Gewichtsklasse | Kartenabschnitt |
|---|---|---|
| Rafael Fiziev vs. Manuel Torres | Leichtgewicht | Main Card |
| Michel Pereira vs. Sharabutdin Magomedov | Mittelgewicht | Main Card |
| Nazim Sadykhov vs. Matheus Camilo | Leichtgewicht | Main Card |
| Asu Almabayev vs. Charles Johnson | Fliegengewicht | Main Card |
| Ikram Aliskerov vs. Brunno Ferreira | Mittelgewicht | Main Card |
| Michał Oleksiejczuk vs. Abusupiyan Magomedov | Mittelgewicht | Main Card |
| Farman Hasanov vs. Eric Nolan | Weltergewicht | Preliminary Card |
| Julius Walker vs. Abdul-Rakhman Yakhyaev | Halbschwergewicht | Preliminary Card |
| Nursulton Ruziboev vs. Andrey Pulyaev | Mittelgewicht | Preliminary Card |
| Kaan Ofli vs. Javier Reyes | Federgewicht | Preliminary Card |
| Daniil Donchenko vs. Theodor Berggren | Weltergewicht | Preliminary Card |
| Bekzat Almakhan vs. Jean Matsumoto | Bantamgewicht | Preliminary Card |
Main Event: Fiziev vs. Torres
Fiziev betrat die Top Ten der UFC als einer der technisch begabtesten Kickboxer der Division. Das ist schon eine Weile her. Seinen letzten vier Kämpfen entstammen drei Niederlagen — TKO-Verluste gegen Maurício Ruffy bei UFC 325 im Februar 2026 und zweimal gegen Justin Gaethje, mit lediglich einem Punktsieg über Ignacio Bahamondes in Baku im vergangenen Juni als Lichtblick. Er rangiert an elfter Stelle der Leichtgewichtsklasse. Eine Niederlage hier beschleunigt ein schwieriges Gespräch.
Torres ist nicht die Art von Gegner, den man ansetzt, wenn man einen Sieg braucht. Der mexikanische Leichtgewichtler, bekannt als „El Loco", befindet sich auf einer Zwei-Siege-Serie mit aufeinanderfolgenden Performance-of-the-Night-Prämien — einem 1:45-TKO über Drew Dober und einem 2:25-TKO über Grant Dawson. Beide wurden in der ersten Runde beendet. Von Torres' 17 Siegen fielen 16 vor dem Beginn der zweiten Runde. Er führt die UFC-Leichtgewichtsklasse bei Knockdowns pro 15 Minuten an.
Das stilistische Aufeinandertreffen ist die Geschichte. Fiziev setzt auf Timing, Winkel und seinen „Matrix"-Kopfbewegungsschutz, um Raum zu schaffen. Torres setzt auf Druck und Ein-Faust-Gewalt auf kurze Distanz. Wenn Fiziev die Distanz kontrolliert, sammelt er Punkte. Wenn Torres diese Distanz überbrückt und eine seiner Kombinationen sauber trifft, endet der Kampf schnell.
Fiziev ist zu Hause leichter Favorit. Die Wettöffentlichkeit setzt mit über 60 Prozent des Volumens auf Torres. Beide Positionen sind vertretbar.
Co-Main Event: Pereira vs. Magomedov
Sharabutdin „Shara" Magomedov hat aus Dagestan heraus eine 5-1-UFC-Bilanz aufgebaut, mit einer Abschlussquote und einem explosiven Stil, der Aufmerksamkeit erzeugt. Seine einzige UFC-Niederlage kam in einem Fünf-Runden-Kampf, und er tritt als leichter Favorit gegenüber Michel Pereira an.
Pereira bedarf keiner stilistischen Einführung. Der venezolanisch-brasilianische Kämpfer ist einer der sehenswertesten Mittelgewichtler der Division — unorthodox, in der Lage, Highlights zu produzieren und in derselben Nacht gefinsht zu werden. Er kommt mit einem Split-Entscheidungssieg über Zach Reese im Februar 2026 nach drei aufeinanderfolgenden Niederlagen gegen Anthony Hernandez, Abus Magomedov und Kyle Daukaus. Dies ist ein Kampf, bei dem jeder Kämpfer je nach Runde wie ein Talent oder eine Warnung aussehen kann.
Bemerkenswerte Kämpfe
Aliskerov vs. Ferreira: Ikram Aliskerov — der dagestanische Mittelgewichtler mit einem bemerkenswerten TKO-Sieg über Roman Dolidze — trifft auf den brasilianischen Finisher Brunno Ferreira. Dies ist ein Mittelgewichtskampf mit hoher Abschlusswahrscheinlichkeit zwischen zwei Männern, die wenig Interesse daran gezeigt haben, fünf Runden zu absolvieren.
Almabayev vs. Johnson: Asu Almabayev repräsentiert Kasachstan und sorgt für regionale Kontinuität für das Baku-Publikum. Er trifft auf Charles Johnson in einem Fliegengewichtskampf, der gleichzeitig als Schaufenster für die Tiefe der Undercard dient.
Der Baku-Kontext
Diese Veranstaltung spiegelt die bewusste Strategie der UFC in Aserbaidschan wider. Die Organisation hat ein mehrjähriges Kooperationsabkommen mit dem Land und nutzt Baku als regionales Zentrum für Kämpfer aus dem ehemaligen Sowjetblock. Die Kampfkarte präsentiert Athleten aus Kasachstan, Russland, Dagestan, Aserbaidschan und Usbekistan. Fiziev ist der Anker dieser Strategie — ein bekanntes Gesicht, das mit der Flagge und dem Publikum im Rücken kämpft.
Die Organisation hat zwei Kämpfe in dieser Stadt um ihn herum aufgebaut. Beide Male lag die Entscheidung daran, dass Fiziev liefert. Samstag ist nicht anders.