Fayaz Haqparast, bisher ungeschlagen bei 3-0, trifft am Samstag, 31. Oktober, auf der Main Card von Oktagon 96 in München auf Shawn Marcos da Silva. Haqparast gegen Da Silva ist ein Fliegengewichtskampf über drei Runden und für den Münchner ein Heimspiel. Da Silva kommt mit 7-2 in den Kampf und steht auf Platz sechs der OKTAGON-Fliegengewichtsrangliste, geht aber nach einer Niederlage in den Käfig.
Was für beide Fliegengewichtler auf dem Spiel steht
Oktagon 96: Gogoladze vs. Klinkhammer wird von einem Titelkampf angeführt, Haqparast gegen Da Silva geht nicht um einen Gürtel. Für die Division zählt der Kampf trotzdem. Da Silva ist laut unserer Datenbank der Gerankte in diesem Duell, Nummer sechs im OKTAGON-Ranking im Fliegengewicht. Ein Sieg über ihn wäre der größte Erfolg in Haqparasts junger Käfigkarriere und würde den ungeschlagenen Deutschen in die Diskussion im 125-Pfund-Limit bringen.
Für Da Silva liegt die Sache umgekehrt. Seinen letzten Kampf verlor er bei Oktagon 85 am 7. März nach drei Runden per Entscheidung gegen Matheus da Silva Severino. Eine zweite Niederlage in Folge gegen einen Gegner mit nur drei Kämpfen wäre ein Rückschlag im Ranking. Ein Sieg brächte ihn zurück auf Kurs und nähme dem Lokalmatador den Nimbus.
OKTAGON führt Haqparast als Fliegengewichtler, trainiert wird im Munich Allstars Gym. Andere Datenbanken, darunter Sherdog, führen ihn weiterhin im Bantamgewicht, weshalb die Gewichtsklasse je nach Seite unterschiedlich aussieht.
Haqparasts drei Siege und der Sprung in der Gegnerklasse
Haqparast steht als Profi bei 3-0, laut Datenbank von Pugna MMA und OKTAGON-Kämpferseite. Zwei der drei Siege kamen durch K.o. oder TKO, einer ging über die Punktrichter, die Finishquote ist also hoch. Die einzelnen Kämpfe sind in unserer Datenbank noch nicht hinterlegt, die Qualität der bisherigen Gegner lässt sich deshalb nicht beurteilen. Klar ist der Sprung: Da Silva hat neun Profikämpfe und ein Ranking, Haqparast drei Kämpfe und keins.
Der Kampf findet zudem vor Heimpublikum in München statt, wo Haqparast trainiert. Ein Platz auf der Main Card in einer großen Arena ist für einen Kämpfer mit drei Kämpfen eine neue Dimension.
Da Silva nach der Niederlage gegen Severino
Da Silva, genannt Vato Loco, steht bei 7-2. Vier seiner sieben Siege kamen per Entscheidung, drei per K.o. oder TKO, keiner per Aufgabegriff. OKTAGON beschreibt seinen Stil als voller harter Schlagabtäusche und nennt ihn für brutale fliegende Knie bekannt. Er trainiert bei Planet Eater.
Sein letzter Auftritt war die Niederlage gegen Severino bei Oktagon 85, seither hat er nicht mehr gekämpft. Die Pause beträgt fast acht Monate. Das ist lang, Ringrost ist eine der offenen Fragen auf seiner Seite.
Wie die Stile zusammenpassen und worauf es ankommt
Beide haben gezeigt, dass sie beenden können: Haqparast hat zwei Stoppsiege in drei Kämpfen, Da Silva drei in neun. Da Silva setzt auf Knie und den Schlagabtausch in der Halbdistanz, die ersten Minuten könnten zeigen, ob Haqparast mitgeht oder lieber die Distanz kontrolliert.
Drei Dinge, auf die man achten sollte:
- Ob Haqparasts Schlagkraft gegen einen Gerankten ankommt.
- Ob Da Silvas Erfahrung in längeren Kämpfen zählt, falls es über die Distanz geht.
- Wie Haqparast das Tempo im Fliegengewicht verkraftet, da einige Datenbanken ihn noch im Bantamgewicht führen.
Die Fan-Prognosen von Tapology sehen Da Silva mit 60 zu 40 Prozent vorn, was den ungeschlagenen Lokalmatador zur offenen Frage des Kampfes macht. Das ist eine Fanumfrage, keine Einschätzung von Oktagon.
Wo man Oktagon 96 sehen kann
Oktagon 96 findet am 31. Oktober in München statt. Die Quellen widersprechen sich bei der Startzeit der Card und Übertragungsdetails können sich ändern. Schau deshalb in den Pugna-Guide zu Startzeit, Übertragung und kompletter Card, den wir aktuell halten, statt dich auf eine einzelne Uhrzeit zu verlassen.
Neben dem Fliegengewichtskampf stehen auf der Card Kevin Hangs gegen Burak Kizilirmak im Weltergewicht, Henrique Madureira gegen Daniel Schordje im Federgewicht, Abdulmalik Aliev gegen Marat Nessar im Leichtgewicht, Endrit Brajshori gegen Christian Mach im Weltergewicht und Michael Deiga-Scheck gegen Lukáš Chotěnovský im Federgewicht.
Quellen
In diesem Artikel
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